Waffeln oder Bistum – sind Influencer die neuen Local Heroes?

Sich einen Namen zu machen und in aller Munde zu bleiben ist nicht nur das erklärte Ziel der Big Brands und Global Players. Auch kleine Firmen benötigen Marketing-Strategien, um Kundschaft gezielt anzusprechen. Doch Google Ads, Zeitungsanzeigen, Werbespots im Radio bringen nicht immer den erwünschten Erfolg. Viele kleine und mittelständische Unternehmen, vor allem im stationären Handel, könnten sich authentisches Influencer Marketing leisten – sie wissen es nur noch nicht. Und das Beste daran: Lokales Influencer Marketing ist skalierbar und funktioniert für Proteinwaffeln genauso wie fürs Priesteramt!

Influencer Marketing – lokal gedacht

Die angesagtesten Influencerinnen und Influencer fluten ihre Social Media Kanäle auf Instagram, Facebook, YouTube und Pinterest mit neuen Produkten, umwerfend schönen Reisezielen und der neuesten Fashion von Brands, die mit den Meinungsmachern in bezahlten Kooperationen zusammen arbeiten. Doch Influencer Marketing lässt sich auf Aktionen mit lokalen Influencern simpel skalieren. Denn gut gemachtes Influencer Marketing lebt vor allem von Glaubwürdigkeit.

Case Studies: Waffel-Fans und Priesteranwärter

Wie lokales Influencer Marketing funktionieren kann, zeigen derzeit zwei Best Cases – die Food-Kette Wonder Waffel und ein sogenannter „Influencer Gottes“: Accountname derboivomseminar.

Mit Jesus auf du und du: Der 19-jährige Influencer Josef Wagner

Junge Menschen wieder näher an den Glauben heranzuführen, das wird heute nicht mehr mit Flyern in der Fußgängerzone gelingen. Daher treffen gläubige Influencer den Nerv der jungen Zielgruppe eher in sozialen Netzwerken. Ein Paradebeispiel dafür ist Josef, 19 Jahre, Priesteranwärter aus Passau und „Der Boi vom Seminar“. Der Micro-Influencer mit knapp 1.300 Followern auf Instagram nutzt für seine Postings Hashtags wie #katholisch und #seminarist, um den Alltag seiner Ausbildung am Bistum erlebbar zu machen.

Wenn der Boi Josef dann nach Rom reist und den Papst trifft, nimmt seine (Fan-)Gemeinde auf Instagram daran teil:

Die Einblicke ins Seminar per Instagram und Snapchat sind übrigens vom Bistum abgesegnet und sogar willkommen. Am liebsten auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde Passau:

Übrigens: Josef ist ebenfalls ein lokales Beispiel, wie Social Recruiting mit Influencern funktioniert.

Filialen in jeder Großstadt: Wonder Waffel will hoch hinaus – mit Influencern!

Ob Köln, Berlin oder Zürich – die Food-Kette Wonder Waffel expandiert und verdankt die Beliebtheit bei den Fans vor Ort vor allem ihren charmanten Influencer-Kampagnen:

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Sportliche Influencerinnen und Influencer mit Protein-Waffeln, der Hinweis auf baldige WW-Neueröffnungen in der Stadt oder Couponing durch einen Gutschein für ein Waffelfrühstück – so klappt lokales Influencer Marketing!

Lokales Influencer Marketing – Grenzenlose Möglichkeiten

Aber wie funktioniert das ganze hinter den Kulissen bei einer Kooperation mit lokalen Influencern und klappt das wirklich mit jeder Art von Brand? Influencer Marketing leidet noch stark unter 5 großen Irrtümern:

  • Influencer Marketing erreicht nur junge Zielgruppen,
  • der Influencer muss Millionen Follower haben,
  • es kostet sehr viel,
  • es läuft von allein
  • und alle Meinungsmacher sind Profis auf den Social Media Plattformen.

Alles Mythen, alles falsch. Für 5 Irrtümer bieten sich direkt 5 Gegenbeispiele an:

5 Beispiele für Kooperationen mit lokalen Influencern:

  • Deine Bar, die mehr Gäste generieren möchte, lädt einen Blogger, der sich vor allem für Fashion und Männerpflege – aber auch sehr für Gin – interessiert zu einem exklusiven Tasting ein. Selbstverständlich darf er 5 Freunde mitbringen, das Tasting geht auf die Bar und der Blogger verfasst einen Review auf dem Blog. Der Content wird in Folge zusammen mit Bildern und Videos über seine Social Media Kanäle verlängert, der Account deiner Bar natürlich erwähnt und getaggt.
  • Dein Spa sucht mehr Kundinnen für sanfte Haarentfernung und kooperiert mit den Fashionistas aus deiner Stadt. Sie loben das Business und seine Vorzüge per Snapchat und Instagram, während sie eine Gratis-Behandlung bekommen.
  • Dein Café lässt einen ortsansässigen Kaffee-Kenner, der auf seinen Social Media Kanälen über Kaffeesorten aus allen Ländern der Welt schreibt, ein Video drehen. Der Influencer für Kaffee lädt das Video auf YouTube bzw. auf IGTV, dem neuen Hochkant-TV von Instagram, hoch und zeigt, wie kompetent die Baristas in deinem Café arbeiten.
  • Dein Kletterwald möchte mehr lokale Aufmerksamkeit bei der weiblichen Zielgruppe erzielen und lädt Bloggerinnen aus der Region ein, einen Nachmittag in luftiger Höhe zu verbringen und darüber Blog-Posts zu verfassen. Der Eintritt ist für die Influencer und eine Handvoll Freunde kostenlos.
  • Dein Friseursalon will eigene Pflegeprodukte bewerben und lässt von einer örtlichen Meinungsmacherin entweder ein von ihr durchgeführtes Beauty-Tutorial filmen oder inszeniert die Verwöhn-Stunde direkt beim Profi im Salon – geeignete Plattformen sind hier vor allem IGTV und YouTube. Die Influencerin bekommt als Gegenleistung zum Beispiel kostenlose Wellness-Anwendungen.

Wir bringen dich mit lokalen Influencern zusammen, die deine Produkte oder Dienstleistungen authentisch präsentieren.