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Der Fachkräftemangel bereitet auch 2019 den Personalverantwortlichen großes Kopfzerbrechen:

Wie erreiche ich die Gen Y und Z und werbe erfolgreich für die Ausbildung in meinem Unternehmen?

Die Digitalisierung zeigt sich längst auch im Arbeitsmarkt. „Schalten und beten“ hilft da nicht mehr – das Motto war schon in Zeiten von Print weit verbreitet. Das steht dafür, wie Personalmarketing leider oft funktionierte und auch heute noch funktioniert: dass hoffentlich jemand das Stellenangebot entdeckt und sich bewirbt. Damit sind im Übrigens auch Social Ads gemeint, die im Instagram oder Facebook Feed zwischen Selfies von Freunden und den liebsten Musikern auf Tour angezeigt werden sollen – Streuverluste inklusive. Fakt ist jedoch: Unternehmen bewerben sich heute in erster Instanz bei den Bewerbern, nicht umgekehrt. Und die Audience ist online zu finden.

Das Personalmarketing muss der Digitalisierung folgen

Viele Experten, wie auch Personalberater Frank Rechsteiner, sind sicher, dass nur ein radikales Umdenken dazu führen kann, in diesen Zeiten um Personal zu werben. Rechsteiners Buch „Recruiting Mindset. Personalgewinnung in Zeiten der Digitalisierung“ (VÖ 15. März 2019, Haufe Verlag) beschäftigt sich mit genau diesen Strategien, darunter auch Influencer Recruiting. Die alten HR-Instrumente haben nach seiner Einschätzung weitestgehend ausgedient. Was bedeutet das für HR-Manager?

Wie Recruiting auf Social Media nicht funktioniert

HR muss endlich begreifen, dass beispielsweise ein PDF in einer Social Ad nichts zu suchen hat. Das Stellenprofil, das wahrscheinlich ursprünglich für ein Portal für Stellenangebote wie StepStone.de oder Monster.de benutzt wurde, ist für eine Social Ad so ziemlich das Unattraktivste, was man sich vorstellen kann. Video Content prescht in den sozialen Netzwerken ganz nach vorne, also besser Influencer Recruiting mit authentischem Content statt langweiligen Social Ads!

Die verschiedenen Typen der Influencer im Social Recruiting

Wie kann man als Unternehmen auf Bewerbersuche gehen, um beispielsweise Schüler und Studenten für eine Ausbildung im eigenen Betrieb zu gewinnen?

Dafür gibt es 3 grundlegende Ansätze:

Welchen Influencer-Typ ein Unternehmen vor den Karren spannen möchte, hängt mit der eigenen Einstellung zum Social-Media-Kosmos zusammen. Alle Wege haben ihre Vorteile, und ein Marketing-Mix aus allen dreien wäre sicherlich die attraktivste Variante – wenn auch die aufwändigste. Die folgenden Beispiele zeigen eindrücklich, wie Kampagnen gefahren werden können, um vor allem die jüngeren Zielgruppen anzusprechen und für eine Karriere im Betrieb zu begeistern.

Beispiel 1: DB Insider – Deutsche Bank auf der Suche nach Auszubildenden

DB Insider ist der Titel einer Initiative bei der Deutschen Bank, die sich dadurch auszeichnet, dass unternehmenseigene Influencer ihre Erfahrungen auf den Social-Media-Kanälen der DB mit #dbKarrierestart teilen. Die Deutsche Bank war mit diesem Projektansatz sogar auf der Shortlist der HR Excellence Awards, die „innovative Leuchtturmprojekte im Personalmanagement“ auszeichnen. Der eigens für die Ausbildungsberufe aufgesetzte Instagram-Account lautet @deutschebank_schueler_karriere. Auch die DB selbst rührt per Hashtag die Werbetrommel für die Ausbildung:

Aber auch auf dem Kanal selbst sind die Azubi-Botschafter aktiv. Mit Instagram-Stories und Insta-Live, geben sie auch Einblicke in Aktionen wie den Social Day:

Die DB Insider unterschreiben mit Namen und Standort, zeigen sich und sind dadurch sehr mittelbar. Die Ausbildung bei der DB „zum Anfassen“ also.

Resultat: Laut Angaben der DB stiegen damit die Bewerbungszahlen von 2017 auf 2018 um 20 Prozent.

ReachHero-Analyse: Gelungener Auftritt, der noch mehr Schnappschüsse braucht, die nicht zu sehr bearbeitet werden. Dann wird die die Ausbildung bei der Deutschen Bank noch authentischer.

Ein weiteres Beispiel für Influencer Recruiting aus den eigenen Reihen ist auch das Bistum in Passau, das junge Priesteranwärter durch behind-the-scenes gewinnen möchte.

Beispiel 2: Hey Aaron!!! in Kooperation mit der Polizei Berlin

„Hände hoch! Praktikum bei der Polizei Berlin!“ lautet der Titel des Mai 2018 hochgeladenen Videos auf YouTube, das mittlerweile beinahe 2 Millionen Views verbuchen kann. 52.000 Daumen hoch und 2.725 Kommentare demonstrieren die Interaktion der Zielgruppe mit dem Thema „Ausbildung bei der Polizei Berlin“.  Inhalt war der Schnuppertag von Influencer Aaron Troschke bei der Berliner Polizei.

Resultat: Das Video erzielte am Tag der Veröffentlichung einen Platz in der Top 3 der Trends auf YouTube.

Auf Instagram wurde das Bild von Influencer Aaron Troschke in fescher Montur mehr als 10.000 Mal geliket, das Bild mit den „Kollegen für einen Tag“ kam mit fast 8.000 Likes weg:

„Hände hoch! Praktikum bei der Polizei Berlin!“ lautet der Titel des Mai 2018 hochgeladenen Videos auf YouTube, das mittlerweile beinahe 2 Millionen Views verbuchen kann. 52.000 Daumen hoch und 2.725 Kommentare demonstrieren die Interaktion der Zielgruppe mit dem Thema „Ausbildung bei der Polizei Berlin“.  Inhalt war der Schnuppertag von Influencer Aaron Troschke bei der Berliner Polizei.

Resultat: Das Video erzielte am Tag der Veröffentlichung einen Platz in der Top 3 der Trends auf YouTube.

Auf Instagram wurde das Bild von Influencer Aaron Troschke in fescher Montur mehr als 10.000 Mal geliket, das Bild mit den „Kollegen für einen Tag“ kam mit fast 8.000 Likes weg:

ReachHero-Analyse: Aaron Troschke hat einer breiten Zuschauerschaft das Thema Ausbildung bei der Polizei  nahe gebracht. Sobald Zahlen aus den Statistiken der Bewerbungen der Polizei vorliegen, wird man den tatsächlichen Influencer-ROI messen können. Ins Gespräch kam die Berliner Polizei auf jeden Fall.

Beispiel 3: Regionale Micro-Influencerin Fruit Fairy kooperiert mit der Diakonie Stetten

Die Diakonie kooperierte schon mit YouTuber MaximNoise, um geeignete Bewerber für soziale Berufe zu finden:

Daraufhin wurde auch die Diakonie in Stetten auf die Möglichkeit der Personalgewinnung durch Influencer aufmerksam. Die Recherche nach passenden Influencerinnen und Durchführung der Kampagne übernahm eine externe Personalmarketing-Agentur.

Weil das Budget begrenzt war, wurde gezielt nach einer lokalen Micro-Influencerin gesucht. Eine treue Community mit viel Interaktion und einen passenden Blog mit der richtigen Zielgruppe fand die Diakonie Stetten schlussendlich bei Fruit Fairy. Die vegan lebende Laura betreibt den gleichnamigen Blog. Sie ist Hobby-Köchin und Food-Bloggerin und war bereits selbst schon Praktikantin in einem Pflegeberuf.

In einem ausführlichen Blogpost stellte Laura die verschiedenen Einrichtungen der örtlichen Diakonie vor. Sie berichtet vom Arbeitsalltag der Mitarbeiter und der betreuten Personen, führt die Gehälter der Pflege- und Sozialberufe auf und gibt direkte Kontaktmöglichkeiten für die Bewerbung an. Noch einfach kann es potentiellen Azubis und Mitarbeitern kaum gemacht werden.

Authentischer Content mit echten Menschen und lebensnahen Situationen ist genau das, was Unternehmen brauchen, um die Zielgruppe davon zu überzeugen, sich bei ihnen zu bewerben. Laura Fruit Fairy hat die Vielfältigkeit der Diakonie-Ausbildungsberufe außerdem noch in einen YouTube-Clip gepackt:

Food-Bloggerin Laura interviewt Azubis, FSJler und Gruppenleiter und zeigt damit vor allem eines: Dass die Ausbildung bei der Diakonie neben dem Gehalt auch einen weiteren Lohn bietet – nämlich die Zuneigung der Menschen, denen in diesen Berufen geholfen wird.

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Anzeige | NEW BLOG POST (+ YouTube Video) – link in bio ♥️ – „Soziale Berufe sind anstrengend und schlecht bezahlt.“ – STIMMT DAS WIRKLICH? 🤔 Habt IHR vielleicht selbst solche Vorurteile? 😌 Dann klickt👆🏼 auf den Link in meiner Profilbeschreibung, um zu erfahren, was ich bei meinem Besuch in der Diakonie Stetten erlebt habe. 💁🏻‍♀ Von einer Schule über Werkstätten für behinderte Menschen bis hin zum Seniorenheim habe ich verschiedene Stationen besucht und mir die jeweiligen Ausbildungsberufe angesehen. 🙂 Schaut unbedingt auch in meine Stories rein! Es stecken 3 Monate Arbeit drin und ich finde es hat sich gelohnt. 👍🏼😍 . 👉🏼 Falls ihr mehr auf Bewegtbilder💃🏼 als auf Blogposts📝 steht, dann schaut euch unbedingt das Youtube-Video an🎥, das unten im Post verlinkt ist. Es erwarten euch exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag der Azubis, Interviews und Informationen zu Gehalt und Voraussetzungen.💶 Das im Bild 👆🏼 ist übrigens Anna, eine Mitarbeiterin im Alexander-Stift in Kirchberg. Ihre Worte und ihr Umgang mit den Klienten haben mich besonders berührt. (Im Video könnt ihr sehen warum) 😊 . Habt ihr euch mal überlegt, ein FSJ zu machen oder einen sozialen Beruf zu erlernen❓ Und an diejenigen von euch, die bereits in diesem Feld arbeiten 👉🏼: Mit welchen Klischees müsst ihr umgehen und würdet ihr diesen zustimmen?☺ Freue mich auf eure Kommentare! 👇🏼♥️

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Resultat: Da Laura eine Micro-Influencerin ist und kein etablierter YouTuber wie Aaron Troschke, verzeichnet das Video etwas über 2.000 Views und erhält 30 Likes. Auf Instagram hat der Sponsored Post fast 1.400 Likes und bewirbt den Blog-Post zusammen mit dem YouTube-Video.

ReachHero-Analyse: Regionaler Bezug entsteht zusätzlich durch den örtlichen Dialekt der Beteiligten und macht alles noch ein ganzes Stück authentischer. Laura bringt den Content und die Message glaubhaft rüber. Außerdem: Micro- und Nano-Influencer liegen absolut im Trend!

Weitere Ressourcen zum Thema Influencer Recruiting bei ReachHero

Verpasst auch auf keinen Fall diese wichtigen Infos zum Personalmarketing über die sozialen Netzwerke.

Hier geben wir euch Einblick in die Welt des Influencer Recruiting und beantworten euch oft gestellte Fragen:

Was genau ist die Bewerbersuche durch Influencer?

Wie finde ich die geeigneten Botschafter für meine Marke?

Welche Vorteile hat Influencer Recruiting?

Wie vermeide ich Fehler bei der Suche nach Bewerbern  durch Influencer?

Geht Influencer Recruiting für alle Budgets?

Bei euch im Betrieb werden fieberhaft Azubis gesucht, aber die bisherigen Marketing-Maßnahmen zeigen keinen Erfolg? Wir verbinden Unternehmen mit relevanten Meinungsführern, die für euch mit authentischem Content in der relevanten Zielgruppe auf Bewerbersuche gehen. Melde dich dazu auf der ReachHero-Plattform an – unser Team freut sich!

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