Instagram testet: Social Media ohne Likes? Eine Vision

Freitag, 26.07.2019

Kanada, Brasilien, Australien, Irland, Italien, Japan und Neuseeland. Diese Länder sind momentan Schauplatz für ein überraschendes Testing durch Instagram. Die Tests simulieren nämlich ein Instagram ohne die Anzeige der als Herzchen dargestellten Likes, die bisher durch Doppeltippen an Beiträge als „Mag ich“ vergeben werden.

Instagram ohne Likes: Die ersten Reaktionen

Die Kanadier lieben es! Auch wenn Instagram ursprünglich vor allem darauf aufgebaut war, die Popularität von User-Accounts durch Likes und Follower zu bewerten, scheinen die User Gefallen an einer Social-Media-Welt ohne sozialen Druck zu finden. Viele Menschen fühlen sich im Wettkampf mit anderen Nutzern, weil es oft nur noch darum geht, wie viele Likes mit einem Foto oder Clip erreicht werden.

Manche Nutzer löschen sogar ihre Fotos wieder, die sie nach langer Sichtung (und vielleicht zusätzlicher Bearbeitung) erst hochgeladen haben. Und das nur aus einem Grund: zu wenig Likes! Sollte Instagram wirklich global die Anzeige der Likes abschaffen, würden die User den Wert ihrer Inhalte beziehungsweise ihren Selbstwert nicht mehr an kassierten Likes – im Vergleich zu anderen – bemessen.

Auf einem neuen Instagram zählen Inhalte – statt deren Bewertung

Der Content soll im Vordergrund stehen – vielmehr noch dessen Qualität. Eben nicht mehr die Quantität der Likes. Ganz ohne Likes geht es dann wohl doch nicht: Das getestete Feature soll die Instagram-Likes verbergen. Diese Funktion kennt man bereits von YouTube, wo Content Creators die Wahl haben, ob sie die Daumen nach oben – und unten – öffentlich machen oder nicht.

Der Clip des unter Fans beliebten YouTube-Kanals „Talking Thrones“, der knapp über 600.000 Follower hat, befasst sich mit der Welt von der erfolgreichen HBO-TV-Serie Game of Thrones.

Talking Thrones verzeichnet für diesem Clip 345.834 Aufrufe. Aber wir sehen nicht, wie viele Menschen den Inhalt loben beziehungsweise abstrafen.

Like-Metrik ist bisher das Maß der Dinge

Wie gesagt, die Likes verschwinden nicht, sie sind für den Account-Inhaber, also auch Content Creators und Brands, immer noch einsehbar. Darüber hinaus bleiben die anderen wichtigen KPIs für die Messung der Performance auf Instagram unverändert. Nutzer sehen nur noch die eigenen Likes, solange sie eingeloggt sind.

Laut Adam Mosseri, dem Chef von Instagram, soll die Foto-Plattform kein Wettkampf mehr sein, der seine User mitunter tatsächlich in Depressionen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Dasein treibt. Das leuchtet auch technisch ein: Die weiterhin sehr erfolgreichen Instagram-Stories besitzen auch keine öffentliche Like-Funktion. Feedback in jeglicher Form erreicht, wenn gewünscht, die Content-Ersteller über private Nachrichten.

Keine sichtbaren Likes – das sind die Folgen für Influencer Marketing

Also wie ergeht es wohl Brands und Influencern in einer Instagram-Welt ohne Likes? Die Monetarisierung durch Influencer-Marketing-Strategien und Kampagnen mit Marken ergibt sich oftmals in den KPIs auch durch das Engagement. Die Engagement-Rate ergibt sich aus Likes, Comments und Shares von Beiträgen. Doch künftig werden wahrscheinlich Drittanbieter und Tools immer noch die Herzen auswerten können, um für Brands den entscheidenden Score zu liefern.

Aber: Da Likes gekauft werden können, bleiben sie eine fehlbar KPI. Der Inhalt eines Accounts wird in Zukunft für sich sprechen müssen. User widmen sich daraufhin vielleicht mehr dem Kommentieren als Art des Feedbacks. (Die weiteren Motive von Instagram hinter diesem Schachzug  sind momentan nur vage zu erahnen.)

Was passiert, wenn Influencer-Beiträge künftig auch keine sichtbaren Likes mehr anzeigen können? Die Erschleichung von Likes erhitzte in der Vergangenheit nicht nur die Gemüter bei Unilever. Das Problem von Bots ist allgegenwärtiger Natur. Unlauter hochgetriebenen Like-Zahlen sind schon länger ein Problem bei Instagram. Die Bewertung von Inhalten statt manipulierbare Metriken ergibt für beide Parteien einer Influencer-Marketing-Kampagne durchaus Sinn und wäre eventuell demokratischer.

Vielleicht können Influencer – sowie Otto-Normal-User – dann durchatmen. Neuen Spaß ins Insta-Game bringen verborgene Likes unserer Meinung nach auf jeden Fall!

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