Influencer Relations in Theorie und Praxis

Die Botschaft, die Influencerinnen und Influencer im Auftrag einer Marke in Kampagnen kommunzieren, ist der Kern von Influencer Marketing. Leidenschaft, Identifikation und Glaubwürdigkeit – diese Eigenschaften sollten Influencer mitbringen, wenn sie für Produkte werben, und diese Werbung auch dementsprechend in den Posts auf Social Media kennzeichnen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Influencer Relations und Influencer Marketing?

Beide Begriffe werden oft in gleicher Bedeutung benutzt und überschneiden sich auch ein wenig.

Influencer Relations haben aber einen anderen Zweck, nämlich den des Beziehungsaufbaus, analog zum Marketingbereich der Public Relations. Dieser Ansatz steuert sich nicht über Kampagnen oder Aktionen, sondern hat mittel- und langfristige Ziele. Glaubwürdigkeit ist hier der KPI, nicht die Reichweite eines Influencers auf Instagram, Youtube oder Facebook.

Influencer Marketing ist durch Kosten, Aktionen und Anlässe gesteuert, die Reichweite ist der entscheidende KPI.

Praxisbeispiele für den Unterschied zwischen Influencer Relations und Influencer Marketing

Influencer Relations:

Sagen wir, das Stadtmarketing einer deutschen Großstadt wählt Bloggerinnen und Blogger aus, die über einen Zeitraum von 6 Wochen jede Woche ein persönliches Highlight ihrer Stadt vorstellen. Das ist ein Paradebeispiel für gelungene Blogger bzw. Influencer Relations. Im Idealfall bleiben die Blogger langfristig Testimonials für „ihre Stadt“ und können kanalübergreifend eingesetzt werden.

Influencer Marketing:

Ein Unternehmen für Backutensilien tritt an die deutsche No. 1 unter den Youtuberinnen im Bereich Food, auch Foodtuber genannt, heran: Saliha „Sally“ Özcan von „Sallys Welt“ soll in einer sechsteiligen Strecke ausschließlich deren Back-Tools verwenden. Die Kampagne kommt zustande, die Markenbekanntheit unter Sallys Zielgruppe wächst, aber darüber hinaus gibt es keine weitere Zusammenarbeit. Das kurzfristige Marketingziel von Bekanntheit und ggf. Abverkauf wurde somit erreicht.

Wie sollte man sich als Influencer Marken und Firmen gegenüber verhalten?

Mit zunehmend professioneller werdenden Influencern, steigt auch die Anforderung an diese. Transparente Kosten für Influencer Marketing zu schaffen sind eine Sache – Engagement und Begeisterung auszulösen, eine andere. Sich selbst loben oder sich den Titel „Influencer“ bzw. „Influencerin“ zu verleihen, darauf sollten Instagrammer, Youtuber und Blogger verzichten. Die Berufsbezeichnung ist keine selbst gewählte, sondern die Fans entscheiden, ob man wirklich ein Meinungsmacher ist. Es ergibt sich also irgendwann von alleine, dass man ein Influencer ist. Wer seriös, qualitativ hochwertig und transparent arbeitet, kann auf langfristige Kooperationen mit Brands und Unternehmen hoffen.

Wie sollte der Bereich Influencer Relations in Unternehmen stattfinden?

Allzu oft denken Marketer, sie könnten die Influencer wie früher ihre prominenten Testimonials nutzen – Fußballer, Popsternchen und Moderatorinnen, die kurzfristig das Gesicht einer Marke oder eines Produkts werden. Dabei ist es wenig nachhaltig und wenig zielführend, das eigene Aushängeschild als Format im Marketing zu betrachten. Die Influencer sollten in die Marketing-Prozesse einbezogen werden, eben Influencer Marketing über die einfach Produktplatzierung hinaus. Immerhin werden sie Markenbotschafter. Eine enge Bindung ist eine Win-Win-Situation für beide Kooperationspartner und zeigt auch den Fans und Followern transparent, wofür die Unternehmensbrand und die Personenmarke stehen. Das erfordert von Anfang an eine durchdachte Strategie, die Influencer Marketing nicht als Werbemittel sieht, sondern als echten Mehrwert für die Kundengewinnung.

Damit wir dich als Unternehmen zu langfristigen Partnerschaften mit Influencern führen,   registriere dich auf der ReachHero-Plattform für Unternehmen – und wenn du Influencerin oder Influencer auf der Suche nach Kooperationspartnern bist, melde dich in unserem Influencer-Bereich an!