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Influencer in Deutschland gibt es viele, die daran glauben, mit ihren Channels und ihren Themen eine Meinung zu äußern, die andere Menschen beeinflusst und berührt. Vor allem auf Instagram, als visueller Plattform, agieren Meinungsführer aller Größen und Nischen. Instagram knackte im Jahr 2018 die Milliardenmarke – so viele Nutzer sind insgesamt angemeldet. Täglich klicken sich 400 Millionen User in die populären Instagram Stories. Doch nicht alle, die Accounts betreiben, wissen auch zu 100 Prozent, wie Instagram tickt:

Über die Reichweite, Verifizierung und Funktionsweise gibt es noch eine Menge Aufklärungsbedarf, wie sich gestern in einem Q&A bei Heiko Hebig, dem Strategic Partnerships Manager für Nordeuropa bei Instagram, zeigte. Wir haben in Heikos Insta-Stories zugesehen und servieren euch zusätzlich zu Heikos Antworten auch noch die besten Insights.

Mythos 1: Business – Profile auf Instagram werden benachteiligt

Heiko Hebig: „Das stimmt nicht.“

Insight: Die Art des Accounts beeinflusst laut Heiko die Reichweite nicht. Unternehmensaccounts werden also genauso gerankt wie Standardprofile. Wer allerdings ein Unternehmen oder eine Brand hat, sollte auch einen Business-Account haben, allein schon für die Nutzung der Analyse-Tools im Insights-Bereich und die verbesserte Kommunikation mit der Community.

Mythos 2: Die Anzahl der Follower hat Einfluss auf die Reichweite

Heiko Hebig: „Die Anzahl der Follower ist für das Ranking total Banane.“

Insight: Klare Ansage: Heiko arbeitet bei Instagram und es ist sein Job, über die Reichweite Bescheid zu wissen. Das Ranking wird demnach nicht durch die Anzahl der Follower beeinflusst. „Normale“ Reichweite ist sowieso immer relativ: Wer relevant ist und Menschen zu viel Engagement und Interaktion hinreißt, wird auch dementsprechend Reichweite verzeichnen.

Mythos 3: Der Shadowban

Heiko Hebig: „Den gibt es nicht. Echt nicht. Gab es auch nicht. Ich schwöre.“

Insight: Der Shadowban soll ein geheimes Blockieren von bestimmten Inhalten durch die Plattform sein. Laut Heiko existiert dieses Phänomen nicht. Sollte mal ein Inhalt auf den dynamischen – und auch personalisierten – Hashtag-Seiten nicht auftauchen, kann das an anderen Faktoren liegen, wie beispielsweise dem Schutz gegen Spam und Missbrauch. Entfernt werden hingegen nur Inhalte, die gegen die Community-Standard von Instagram verstoßen.

Mythos 4: Die ideale Anzahl von Hashtags

Heiko Hebig: „Egal ob klein oder gross… Am besten sind null bis vier Hashtags.“

Nochmal Heiko Hebig: „Meinetwegen verwende mehr, aber es bringt (fast) gar nix. Je allgemeiner ein Hashtag, desto mehr Content, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass dein Foto oder Video dort auffällt.“

Insight: Generell galt schon seit einiger Zeit die Faustregel, nicht mehr als 10 Hashtags in einem Posting einzusetzen, nun geht Heiko nochmal runter: null bis vier Hashtags sollte man benutzen. Der Inhalt sowie der passende Hashtag sollte grundsätzlich relevant sein, wer glaubt mit inflationären Begriffen wie #love oder #ootd entdeckt zu werden, sollte sich schnellstens von dieser Illusion verabschieden.

Mythos 5: Der blaue Haken und wie man ihn bekommt

Heiko Hebig: „Wenn du berühmt bist. PS: Beantragen kann man die Überprüfung direkt in den Einstellungen der App.“

Insight: Heiko meint den Menüpunkt „Request Verification“ bzw. „Verifizierung beantragen“. Alle großen Plattformen, so zum Beispiel auch Googles YouTube bieten eine Verifizierung für Accounts an. Damit bestätigt die Person, die den Account führt, genau diese Person auch zu sein – zum Beispiel mit Codes an die Handynummer. Es gibt aber Einschränkungen, die erfüllt sein müssen:

  • Der Account repräsentiert eine echte Person oder Marke
  • Ein Account pro Person (Ausnahme sind einzelne Profile für internationale Märkte)
  • Öffentlicher Account
  • Bio ausgefüllt
  • Profilfoto ist vorhanden und mindestens ein Posting
  • Kein Verweis auf Profile in anderen sozialen Netzwerken
  • Die Person oder Brand sollte bekannt und oft gesucht sein.

Übrigens, der Haken schreibt sich nicht mit ck und er fördert auch nicht die Reichweite.

Mythos 6: Die Uhr – oder Tageszeit entscheidet über den Erfolg des Instagram – Postings

Heiko Hebig: „Immer 7:45 AM. Ok…war ein Witz. Uhrzeit ist egal. Wirklich.“

Insight: In grauen Vorzeiten der Social Media gab es tatsächlich Vorgaben und Empfehlungen, die herum geisterten und festlegten, wann besonders gute Zeiten und Tage seien, Inhalte zu posten. In letzter Zeit herrschte eher die Meinung, dass es wichtig sei, dann aktiv zu sein, wenn die Follower es auch sind. Aber wenn die Uhrzeit laut Hebig irrelevant ist, kann man getrost posten, wann man möchte. Alle Feeds sind personalisiert, vor allem nach den Interessen der Nutzer, deren Interaktionen mit Profilen, der Aktualität der Inhalte und der Nutzungsdauer der App.

Weiteres Learning aus dem Q&A mit Heiko Hebig

Die 6 großen Mythen, die Instagram-Nutzer und eben auch Influencer schwer beschäftigen sollten hiermit aufgedeckt sein. In seinem „Ask me something“ in den Stories von Instagram hat Heiko auch darauf hingewiesen, wie mit Spam auf Instagram umgegangen wird.

Nutzungszahlen von IGTV: Heiß erwartet

Viel Input für die User von Instagram hat Heiko Hebig da gestern geliefert. Uns fehlt dabei noch Input zu IGTV, dem neuen Vertikalvideo-Format von Instagram. Der Trend geht zum Video, also bleiben wir gespannt. Jüngst hatten Lisa und Lena, die singenden Influencer-Zwillinge und Top-YouTuber (!) den ersten Teil eines Vlogs veröffentlicht. Durch ihr Mitwirken bei den Behind-The-Scenes-Vlogs zur Konzertreihe „The Dome“ wollen die beiden Mädchen ihr Moderationstalent unter Beweis stellen.

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Happiness is the key 🔑💛

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Am Puls der Zeit: Die beiden Youngster lassen keinen Kanal aus sind auch bei der up-and-coming Streaming-Plattform Twitch dabei.

Über Heiko Hebig

Heiko Hebig ist Strategic Partnerships Manager für Nordeuropa bei Instagram. Hebig startete 2012 bei Facebook, zunächst für Platform Partnerships zuständig, wechselte dann zu Instagram. Berufliche Station vor Facebook war die SPIEGEL-Gruppe. Dort war Heiko Hebig der Leiter für neue Geschäftsfelder. Als Head of Digital Media bei Hubert Burda Media war er verantwortlich für die Leitung des F&E-Teams des Media Innovation Lab. Während Hebigs Zeit bei Hubert Burda Media, wurde ihm auch die Aufgabe des Global Trend Scout für die DLD Conference zuteil. Der in Hamburg lebende Hebig legt die Schwerpunkte seiner Expertise in den Bereichen Weblogs, Social Software, Internet Communities und Content Management Systeme.

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Quelle: Digital in 2019 (Hootsuite/We are Social).

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