Influencer Marketing: 3 Fehler, die YouTuber machen und wie man sie vermeiden kann

Fehler 1: Schleichwerbung

Der erfolgreiche YouTuber Flying Uwe, den wir auch in unserem Fitness-Influencer-Ranking vorstellen, wurde von der Medienanstalt Hamburg mehrfach gewarnt, und wollte nicht hören – dann folgte die Abmahnung. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Bezahlte Kooperationen nicht zu kennzeichnen ist kein Kavaliersdelikt, sondern wird bestraft. Dieser Fehler ist leicht zu vermeiden, indem deutliche Worte in deutscher Sprache gefunden werden, die unmissverständlich klar stellen, dass für diesen Content Geld geflossen ist. Wir haben euch bereits gezeigt, dass #ad oder #werbung allein nicht reichen, um Influencer-Kooperationen sauber zu kennzeichnen.

Flying Uwe’s Reaktion auf die Abmahnung seht ihr hier:

ReachHero-Tipp: Auf Nummer sicher zu gehen, und glasklar darauf hinzuweisen, ist besser, als zu wenig zu kennzeichnen und hinterher das Nachsehen zu haben!

Fehler 2: Plumpe Anfragen formulieren und bloßgestellt werden

Die UK-Vloggerin Elle Darby machte Schlagzeilen damit, dass sie einem Hotelbetreiber in Dublin eine sehr plumpe Anfrage schickte. Elle wollte gerne umsonst im Hotel übernachten und als Gegenleistung Werbung für die Unterkunft machen. Leider ging der Schuss nach hinten los, und der Hotelchef veröffentlichte Elles ungeschickte Anfrage auf Facebook und die Peinlichkeit ging viral. Die britische Tagespresse berichtete, plötzlich war ihr Name in aller Munde. Ihr (gelöschtes) Reaktions-Video hatte jedoch mehr als zwei Millionen Aufrufe, während ihre restlichen Videos rund 25.000 Views generieren.  War es also nur ein Publicity-Gag von Elle, um Bekanntheit zu erlangen?

Elle’s zweites Reaktionsvideo:

ReachHero-Meinung: Auch wenn Elle’s Videos nach dem „Fail“ im Schnitt viermal so viele Zuschauer erreichen als zuvor – solch eine Peinlichkeit beschädigt die Personenmarke nachhaltig und sollte nicht als Mittel zum Zweck herhalten, um die eigene Audience zu erweitern. Andererseits: Das Internet vergisst sehr schnell und Elle wirbt aktuell für Selbstbräuner und Brands, die sich in ihrem Influencer-Umfeld aufgehoben fühlen.

 

Fehler 3: Geschmacklosigkeiten veröffentlichen

Logan Paul und PewDiePie haben 2018 total daneben gegriffen: Selbstmordopfer filmen und antisemitische Videos veröffentlichen? Geht überhaupt nicht! PewDiePie hat mit Let’s Play Videos viel Einfluss erlangt und erreicht weit über 50 Millionen Abonnenten auf YouTube. Seine Erklärung, wie es zu dem geschmacklosen Video voller Nazi-Botschaften und anti-semitischen Hasstiraden kam, folgte nach dem großen Aufschrei von Internet und Medien. Per Tumblr und YouTube-Video versuchte PewDiePie zu rechtfertigen, was dieses Video, das immer noch online ist (!), eigentlich aussagen sollte. Das änderte aber nicht viel: Viele Kooperationspartner trennten sich sofort von ihm.

Etwas Ähnliches ist auch Logan Paul passiert, nachdem er auf einem Japan-Trip im Aokigahara-Wald, der als Ort für Suizide bekannt ist, eine Leiche abfilmte. Dieses Video wurde 6 Millionen Mal angeklickt, bevor Logan Paul es löschte und sich entschuldigte und sich selbst eine digitale Auszeit verordnete.

Logan Pauls Entschuldigung:

ReachHero-Einschätzung: Man muss sich schon fragen, was in den Köpfen dieser jungen Männer vorgeht, dass sie es überhaupt so weit kommen lassen, diese Videos selbst zu veröffentlichen? Im Falle von Logan Paul scheint es ihm in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, ALLES in seinem Leben abzufilmen und mit seiner #logang zu sharen. Seit er 10 Jahre alt ist, ist das sein Hobby, inzwischen ist es sein Beruf. Damit er auch weiterhin Kooperationen an Land zieht, muss er aber unserer Meinung nach vor der Veröffentlichung mehr nachdenken.

 

Wir kennen die Grenzen des guten Geschmacks und setzen uns für Preis- und Kennzeichnungstransparenz ein. Registriere dich noch heute auf der ReachHero-Landing Page für Unternehmen, um deine Marke durch Influencer Marketing zu pushen.